Studien-Update: Wohnbauprojekte in der Pipeline in Niederösterreich
Am 21.04. wurde in St. Pölten im Zuge einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Fachverband der Vermögens- und Immobilientreuhänder der WKO und der GBV das Studien-Update zu den Wohnbauprojekten in Niederösterreich präsentiert.

Johannes Wild, Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Alexander Bosak, Exploreal GmbH, und Christian Rädler, Obmann der GBV Landesgruppe Niederösterreich (v.l.) © Allahyari PR/ Henninger
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
-
Für das Bundesland NÖ wurden 460 Projekte mit rund 12.100 Wohneinheiten und einem Fertigstellungsjahr von 2024 bis 2026 ausgewertet.
-
Im Jahr. kommt es mit rund 3.700 prognostizierten neuen Wohneinheiten zu einem Anstieg der Fertigstellungen um 33% gegenüber dem Vorjahr. Für das kommende Jahr wird eine weitere Zunahme auf ca. 4.100 fertiggestellte Wohneinheiten prognostiziert.
-
Die durchschnittliche Projektgröße beträgt in NÖ 26 (+2 im Vergleich zum Vorjahr). In St. Pölten ist das durchschnittliche Projekt mit 56 Einheiten deutlich größer.
-
Mit rund 74 m2 ist die durchschnittliche Wohnnutzfläche um ca. 4m2 größer als in der Landeshauptstadt St. Pölten. Es werden auch viele Reihen- und Doppelhäuser errichtet.
-
Mit 38% sind die meisten Wohneinheiten in NÖ 3-Zimmerwohnungen, knapp gefolgt von 1-2-Zimmerwohnungen mit 36%.
-
In Niederösterreich halten sich die Errichtungen durch gemeinnützige Bauträger (51%) und gewerblich Bauträger (49%) nahezu die Waage. Mit 43% entfällt der höchste Anteil der Wohnbauleistung auf das gemeinnützige Mietsegment, auf das gewerbliche Eigentum fallen 27%.
-
In Niederösterreich lag das Angebot an Bauträger-Wohneinheiten im Jahr 2024 noch über dem prognostizierten Zuwachs an Haushalten. Aufgrund des aktuell signifikanten Rückgangs der Wohnungsproduktion, übersteigt der Zuwachs an Haushalten im Jahr 2025 die fertiggestellten Wohneinheiten. 2026 werden die zusätzlich gegründeten Haushalte voraussichtlich durch die Wohnungsproduktion der Bauträger abgedeckt.
-
Die höchste Neubauaktivität im Verhältnis findet regional betrachtet in Wiener Neustadt (Stadt) statt, gefolgt von Tulln und Bruck an der Leitha.
-
Die meisten Wohneinheiten pro 1.000 Einwohner*innen sind mit Vermarktungsstart März 2025 in Mödling im Angebot (4,9), gefolgt von Wiener Neustadt (Stadt).
-
Im NÖ kostet eine Bauträgerwohnung im Durchschnitt 369.000 € und ist damit im Vergleich zur letzten Auswertung bei gleichbleibender Flächengröße um +5% gestiegen.
-
Die durchschnittlichen m2-Preise liegen im Mittel aktuell bei 5.412 Euro und sind in den letzten 12 Monaten (Betrachtungszeitraum Q2/25 bis Q1/26) um 7,1% gestiegen.
Die Pressemitteilung der WKO inkl. Downloadmöglichkeit der gesamten Studie finden Sie hier.